Präventiver erziehen und selbstständiger lernen
Gesamtkonferenz mit pädagogischen Schwerpunktthemen
Neben den üblichen Themen der Gesamtkonferenz im Frühjahr – Vorbereitung der Abiturprüfungen, Bauentwicklung, Haushaltsfragen, Mitteilungen der Gremien – lag der Fokus der Konferenz auf pädagogischen bzw. didaktischen Themen.
Prävention im Team
In Vertretung für den erkrankten externen Projektleiter stellte Mittelstufenkoordinator Thilo Schwarz-von Dessonneck das von mehreren hessischen Ministerien geförderte Programm „Prävention im Team“, kurz: PiT, vor, welches von der Gesamtkonferenz per Beschluss aufs Gleis gesetzt wurde. An mehreren Projekttagen in achten Klassen wird ein Team aus zwei fortgebildeten Lehrkräften, einer Fachkraft der Jugendhilfe und eines Polizeibeamten die Lerngruppen für Gewalt in verschiedenen Formen sensibilisieren und trainieren, wie man wirksam dagegen vorgehen bzw. sich schützen kann. Dieses Präventionsprogramm soll zunächst als Pilotprojekt in einer Klasse umgesetzt und dann ggf. ausgeweitet werden.
Schutzkonzept und Vernetzung
Nach mehrjähriger Arbeit konnte die aktuelle Fassung des schulischen Schutzkonzeptes gegen sexuelle Übergriffe und zur Gewaltprävention verabschiedet werden. Im Zuge der Vorbereitungen wurden verschiedene bereits bestehende Dokumente integriert und mit praxisbezogenen Ablaufplänen optimiert. Das Team aus Kerstin Renkhoff, Alessandra Hahn, Jördis Herr und Dominik Schnurr stellte das Konzept kompakt vor und konnte sich über eine einstimmige Verabschiedung in der Konferenz freuen. Außerdem wurde der Gesamtkonferenz eine neue Arbeitsstruktur in Form eine Koordinations- und Interventionsteams vorgestellt, welches die verschiedenen pädagogischen Beratungsfunktionen an der Schule effizienter und somit wirksamer vernetzen soll.
Handys im Unterricht
Im Nachgang zum Pädagogischen Tag unter dem Thema „Digitalisierung“ vom 10.02.25 stellte Kerstin Renkhoff die neuen „Handy-Garagen“ vor, welche in den Klassen 5 bis 10 zum Einsatz kommen sollen: Die Schülerinnen und Schüler legen während des Unterrichts ihr Mobilgerät in eine der nummerierten Köchertaschen und sind so im Lernprozess weniger abgelenkt. Im Moment jedoch soll diese Maßnahme nur auf freiwilliger Basis bzw. Beschluss der jeweiligen Klassenelternschaft eingeführt werden, weil der Schulelternbeirat Bedenken gegenüber der offenen Aufbewahrungsform der Geräte hat. Da das Hessische Ministerium für Kultus, Bildung und Chancen zum neuen Schuljahr 2025/26 sowieso eine schärfere Neuregelung für alle Schulen angekündigt hat, soll die o.g. provisorische Regelung nur bis dahin greifen.
SELF – Selbstständig Arbeiten
Um in der Oberstufe den Lernprozess eigenverantwortlicher zu gestalten bzw. um dies zu trainieren, hat die Gesamtkonferenz das von Einführungsphasen-Koordinator Stefan Riemer vorgestellte Projekt „SELF“ – Selbständiges Arbeiten, eigenverantwortliches Lernen, Fortschritte erzielen – mit einer Zweidrittel-Mehrheit als Pilotphase für das kommende Schuljahr in der Einführungsphase (Jgst. 11) beschlossen: Einige Fächer geben einen Teil ihrer Wochenstunden für selbstgesteuerte Lernprozesse frei bzw. reduzieren den Stundenanteil vorwiegend instruktiven Lernens im Klassenverband. Im Idealfall sollen leistungsstarke Schülerinnen und Schüler dadurch motivational im selbstständigen Lernen gefördert werden und außerdem schwächere Schülerinnen und Schüler mehr Gelegenheit erhalten, von den Lehrkräften individuell beraten zu werden.
Personalia
Wie bei jeder Gesamtkonferenz konnten auch erfreuliche Personalia gefeiert werden. Zu Oberstudienräten wurden befördert: Ann-Christin Finke (Suchtprävention), Sedric Haus (didaktische Konzepte Vivarium & Aquarium, Unterrichtsbausteine Leichtathletik/Orientierungslauf) und Wolfgang Stowasser (MINT-Themen).
Die Studienrätinnen Kathrin Friesen, Yanina Iflazoglu, Moon Lindemann, Alina Wagner und Lisa Wolf erhielten ihre Urkunden zur Verbeamtung auf Lebenszeit.
Markus Ketter und Janek Wagener absolvierten Weiterbildungskurse zum Erwerb einer weiteren Fakultas – Ketter für Informatik und Wagener für Physik –, wozu Schulleiter Martin Hinterlang herzlich gratulierte.
Trotz aller Freude über die Personalia musste Hinterlang bereits in seinen anfänglichen Mitteilungen zur Personalplanung fürs neue Schuljahr Wasser in den Wein gießen: Die WvO ist momentan deutlich überbesetzt, sodass insbesondere zweitweise Abordnungen an umliegende Grundschulen vonnöten sind, um alle Lehrkräfte, die nur als Angestellte und nicht als Beamte beschäftigt sind, an der Schule halten zu können.
Von links: Martin Hinterlang, Janek Wagener, Markus Ketter, Sedric Haus, Wolfgang Stowasser, Ann-Christin Finke, Lisa Wolf, Alina Wagner, Moon Lindemann, Kathrin Friesen, Andrea Stühler