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Kein Witz: Kommen zwei Französinnen und ein Ostfriese aus der Schule…

Abschiede bei der Gesamtkonferenz zum Schuljahresabschluss

Oberstudienrätin Barbara Becker geht in Ruhestand und folgt damit ihrer Französisch-Fachkollegin Oberstudienrätin Ruth Schneider, welche bereits vor einem halben Jahr – coronabedingt nur im kleinen Kreis – verabschiedet wurde. Studienrat René Groothuis (Deutsch, Politik & Wirtschaft, Erdkunde) wechselt an die Goetheschule Wetzlar. Und nach dem Abschied von weiteren Kolleginnen und Kollegen, welche nur kurzzeitig an der Wilhelm-von-Oranien-Schule tätig waren, wartete auf den Hausmeister-Gehilfen Kai Engelhard noch eine besondere Überraschung zum Schuljahresabschluss.

Nachdem bei der letzten Gesamtkonferenz des Schuljahres flugs einige inhaltliche Themen und Formalia abgearbeitet waren, wurde es ein bisschen feierlich und sentimental, denn es standen einige Abschiede an:

Nach 28 Dienstjahren verlässt Barbara Becker die Wilhelm-von-Oranien-Schule. Bevor die Chemie- und Französischlehrerin an die WvO kam, hatte sie bereits ihr Abitur an der Goetheschule Wetzlar, ihr Studium an der Uni Frankfurt, das Referendariat in Königstein, eine mehrjährige Berufspraxis bei einer pharmazeutischen Firma in Karlsruhe und einen Abstecher als Berufsschullehrerin in Offenbach hinter sich gebracht. 1994 wurde Sie dann am Dillenburger Gymnasium heimisch und engagierte sich nicht nur in ihren Fächern, sondern auch in der Gremienarbeit sowie im Schulentwicklungsbereich „Lernen lernen“. 2001 wurde sie als Koordinatorin der Jahrgangsstufen 7 bis 10 zur Oberstudienrätin befördert. Schulleiter Martin Hinterlang würdigte – auch vor dem Hintergrund langjähriger kollegialer Zusammenarbeit – die Qualitäten Beckers abschließend wie folgt: „Was Deine Schülerinnen und Schüler und auch Deine Kolleginnen und Kollegen so sehr an Dir schätzen, bestimmt auch viele Eltern, das ist Dein selbst in schwierigen Phasen unbeugsamer Humor, Dein ansteckendes Lachen, das andere mitnimmt, ermutigt und in der Lage ist, Sorgen und Befürchtungen zu vertreiben – eine wunderbare Gabe für eine Pädagogin!“

Bereits zum Halbjahreswechsel Ende Januar hatte die gebürtige Lixfelderin Ruth Schneider der Wilhelm-von-Oranien-Schule Adieu gesagt, nach der rekordträchtigen Dienstzeit von gut vierzig Jahren! Ihre Verdienste um das Dillenburger Gymnasium, an dem sie auch selbst Schülerin war, wurden vom Schulleiter bereits beim Abschied im kleinen Kreis gewürdigt, aber in seiner Laudatio nun in großer Runde nochmals wiederholt (siehe Bericht im Monat Januar 2022). Zum Abschied durfte Musiklehrerin Schneider ein letztes Mal den Dirigentenstab ergreifen und ein eigens für sie zusammengestelltes Blasorchester dirigieren.

Studienrat René Groothuis wechselt nach zwölf Jahren an der Wilhelm-von-Oranien-Schule, wo er auch sein Referendariat absolvierte, an die wohnortnähere Goetheschule Wetzlar. Groothuis wurde in Rostock geboren, wuchs aber in Ostfriesland auf. Vielleicht stammt daher seine nüchterne Gelassenheit und sein trockener Humor, mit welchem er in seiner Zeit in Dillenburg das kollegiale Miteinander bereicherte. Schulleiter Hinterlang zitierte aus einer früheren dienstlichen Beurteilung: „Herr Groothuis hat in besonderer Weise dazu beigetragen, die Wilhelm-von-Oranien-Schule nach außen zu vertreten und Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit zu eröffnen, Austauschvorhaben mit Finnland und den USA durchzuführen. Seine persönlichen Interessen, die Fernreisen einschließen, sowie sein Fach Erdkunde sind der Hintergrund für den weiten und kenntnisreichen Horizont von Herrn Groothuis. Dieser kommt dem Unterricht und der Arbeit mit unseren Schülerinnen und Schülern, die häufig regional geprägt sind, sehr zugute.“ Zusätzlich zu den Austauschprojekten engagierte sich Groothuis in der Gremienarbeit seiner Fächer sowie im Arbeitsbereich „Soziales Lernen“ und in Deutsch-als-Zweitsprache-Förderkursen (DaZ).

Für alle drei Lehrer, die die WvO nach langer Dienstzeit verlassen, hatten deren Fachschaften Präsente und auch amüsante Anspiele und Darbietungen vorbereitet, welche deren menschliche Stärken, aber auch kleinere Eigenarten liebevoll vor Augen führten.

Verabschiedet wurden neben diesen drei langjährigen Lehrkräften auch die ehemaligen Referendarinnen Yasemin Özbay (Mathematik und Erdkunde) und Katja Schöwel (Deutsch und Kunst), welche von 2020 bis 2022 ihren Vorbereitungsdienst an der WvO absolvierten, sowie Fabian-Ralph Kuntze, der sein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) als Assistenz in der Ganztagsklasse ableistete.

Außerdem gibt es zum Schuljahreswechsel erneut eine Änderung im Sekretariatsteam: Maike Lückhof hatte drei Jahre lang am Dillenburger Gymnasium die Schülerverwaltung der Sekundarstufe I organisiert, kehrt aber nun mit voller Stundenzahl wieder zurück ins Sekretariat der benachbarten Johann-von-Nassau-Realschule. Oberstudiendirektor Martin Hinterlang bedauerte dies zwar, zeigte aber auch Verständnis dafür, nicht länger an zwei Schulen im Einsatz sein zu wollen: „Zwischen Frau Horz-Westhoff und Frau Lückhof gab es ein ganz besonderes Vertrauensverhältnis, das die gemeinsame Arbeit im Sekretariat befruchtete: Es bedeutet sehr viel für die Zusammenarbeit im Sekretariat, wenn man sich fast blind versteht. […] Liebe Frau Lückhof, wir bedauern sehr, Sie zu verlieren, verstehen aber sehr gut alle Gründe, die Sie zu diesem Schritt bewogen haben. Es tröstet uns ein wenig, dass Sie in der Nachbarschaft bleiben und wir weiterhin u.a. bei Fragen der Schüler-An- und Abmeldung viel miteinander zu tun haben.“

Nach der offiziellen Gesamtkonferenz startete das traditionelle Kollegiumsfest auf dem Schulhof mit Getränken und Pizza. Dabei wartete auf Kai Engelhard, der als Gehilfe der Schulhausmeister bereits seit mehreren Jahren an der WvO tätig ist, eine besondere Überraschung: Die Lehrerinnen und Lehrer hatten zusammengelegt und für Kai ein neues Fahrrad samt Ausstattung gekauft, welches ihm nun als Geschenk von der Personalratsvorsitzenden Kerstin Weber überreicht wurde. Nun kann Kai ab nächstem Schuljahr per Rad zur Arbeit kommen – worüber er sich riesig freute. Vielleicht schließen sich angesichts der Klima- und Energiekrise ja noch viele weitere Schüler und Lehrer diesem umweltfreundlichen Verkehrsmittel an …

2022
copyright Text: Markus Hoffmann, WvO
copyright Foto: Markus Hoffmann, WvO
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