
Zwischen Bewerbungen und Zukunftsplan
Berufliche Orientierung in der Wanderwoche für die Klassen der Einführungsphase
Was kommt nach dem Abitur? Studium oder Ausbildung? Freiwilligendienst oder Bundeswehr? Und wie gelingt eigentlich eine überzeugende Bewerbung? Während der Wanderwoche ging es für die Schülerinnen und Schüler der Einführungsphase nicht nur darum, unterwegs zu sein, sondern auch darum, einen Blick auf das zu werfen, was danach kommt: die eigene Zukunft.
Wie bewerbe ich mich richtig?
Für die Schülerinnen und Schüler der Einführungsphase (Jahrgangsstufe 11) stand zunächst ganz konkret die nächste Bewerbung im Mittelpunkt. Für jede Klasse wurde gemeinsam mit einem Kooperationspartner aus der regionalen Wirtschaft ein eigenes Bewerbungstraining durchgeführt. Und dabei hieß es: Nicht nur zuhören, sondern ausprobieren! In Workshops vor Ort wurde ganz praktisch gearbeitet. Die Jugendlichen setzten sich mit typischen Bewerbungssituationen auseinander, erhielten Tipps aus erster Hand und konnten erfahren, worauf es bei Bewerbungsunterlagen, im Vorstellungsgespräch und beim persönlichen Auftreten tatsächlich ankommt.
Rittal, Klingspor, Isabellenhütte und VR-Bank – vor Ort brachten die Expertinnen und Experten aus der regionalen Wirtschaft ihre Erfahrungen aus der täglichen Praxis ein und verrieten den Schülerinnen und Schülern so manchen hilfreichen Tipp und Trick. Ein herzliches Dankeschön an die Unternehmen für die tolle Zusammenarbeit!
Die Klasse E1A durfte ihr Bewerbungstraining in Zusammenarbeit mit Hailo Windsystems und TSK Film in der Schule als Filmprojekt durchführen. Christopher Bahl und Thomas Kaulich brachten ihre Expertise in Workshops ein und erarbeiteten in Kleingruppen gemeinsam mit der Klasse Bewerbungsvideos – denn in einer Welt zunehmender Digitalisierung verändert sich auch die Art und Weise, wie wir uns bewerben: Ob für ein Praktikum, einen Ausbildungsplatz, einen dualen Studiengang oder ein Stipendium – für Schülerinnen und Schüler oder Studierende kann die Video-Bewerbung ein weiterer Bestandteil einer Bewerbung sein.
Für alle Teilnehmerinnen und Teilnehme wurde durch die Bewerbungstrainings aus der oft eher abstrakten Frage „Wie bewerbe ich mich eigentlich richtig?“ eine praktische und erlebbare Erfahrung. Eine gute Vorbereitung für all diejenigen, die schon bald ihre erste wichtige Bewerbung auf den Weg bringen werden – spätestens für das anstehende Betriebspraktikum im März 2027.
Viele Wege, viele Möglichkeiten
Am Freitag, dem 25. September, wurde es dann in der Schule noch einmal besonders vielfältig. Bei der großen Informationsveranstaltung „Wege nach dem Schulabschluss“ konnten sich die Schülerinnen und Schüler einen Überblick über ganz unterschiedliche Möglichkeiten nach dem Abitur verschaffen.
Universität oder Ausbildung? Freiwilligendienst oder Bundeswehr? Die Veranstaltung zeigte: Der Weg nach der Schule hat viele Abzweigungen. Vertreterinnen und Vertreter unterschiedlicher Bereiche (JLU, THM, IHK, Handwerk Mittelhessen, Bundeswehr und Volunta) stellten ihre Angebote vor, informierten über Zugangsmöglichkeiten und gaben Einblicke. Im Anschluss blieb ausreichend Gelegenheit für persönliche Gespräche und individuelle Fragen.
Dass der eigene Weg dabei nicht immer von Anfang an feststeht, machte Anton Frink, Lehrkraft im Vorbereitungsdienst, gleich zu Beginn in einem Auftaktvortrag besonders anschaulich. Anhand seines eigenen Bildungs- und Berufsweges zeigte er, dass sich Pläne verändern dürfen – und manchmal sogar müssen. Was heute wie der perfekte Plan erscheint, kann morgen schon ganz anders aussehen.
Erst informieren, dann loslegen
Genau darin lag auch die zentrale Botschaft der Veranstaltung: Niemand muss mit 18 Jahren bereits den kompletten Lebensweg kennen. Wichtig ist vielmehr, Möglichkeiten zu entdecken, Fragen zu stellen, Erfahrungen zu sammeln und sich ein eigenes Bild zu machen.
Mit vielen neuen Informationen, spannenden Begegnungen und ganz unterschiedlichen Perspektiven verabschiedeten sich die Schülerinnen und Schüler aus der Wanderwoche. Und vielleicht war für die eine oder den anderen schon ein erster Gedanke dabei, wie der eigene Weg nach dem Schulabschluss aussehen könnte.
Denn eines wurde in dieser Woche besonders deutlich: Wer seinen Weg finden will, sollte zunächst möglichst viele Wege kennenlernen – und dann den Mut haben, seinen eigenen zu gehen.
- 2026
- copyright Text: Stefan Riemer, WvO
- copyright Foto: Stefan Riemer, Markus Hoffmann






















