Jede Menge "KULT."

Wilhelm-von-Oranien-Schule gestaltet Abend im TiPi auf dem Schlossberg

Tolle und kurzweilige Darbietungen von Schülern und Lehrern, eine außergewöhnliche Location und vor allem jede Menge Applaus: Das waren die Zutaten für den dritten "KULT.Abend" der Dillenburger Wilhelm-von-Oranien-Schule (WvO) im schmucken Spiegelzelt.

Die Gymnasiasten hatten zu diesem Zweck in das TiPi-Zelt am Schlossberg geladen und boten ihren Zuschauern eine breite Palette an kulturellen Acts: Egal ob gesanglich, poetisch, literarisch oder darstellerisch: Die WvO-Schüler und deren Pädagogen drehten auf der Bühne mächtig auf, nötigten dem zahlenden Publikum so immer wieder laute Beifallsbekundungen ab.

Eröffnet wurde der Abend durch die Gesangsdarbietung eines Quartetts um Luisa Gerstweiler, Jannika Sahm, Paula Waldschmidt und Musiklehrer Armin Müller, die den Song "Hero" interpretierten, ehe ein Teil des von Harald Minde geleiteten Darstellendes-Spiel-Kurses auf amüsante Weise die Frage erörterte, in welchem Land man denn nun eigentlich seinen wohlverdienten Urlaub verbringen solle. Ebenfalls beeindruckend gestaltete sich der Auftritt der Musikpädagogen Armin Müller, Joachim Dreher, Nicolas Grebe und Ulrich Kögel, die – allesamt in schwarzen Anzügen gekleidet – gleich vier A-Capella-Werke in Barbershop-Manier zum Besten gaben.

Durch den Abend geführt wurden die Gäste von den beiden Oberstufenschülern Julia Nikesch und Florian Kreuter, die anschließend ihren künftigen Mit-Abiturienten Florian Broda ankündigten. Dieser lieferte gleich zwei brillante Lesungen der Texte "Der Mensch" (von Kurt Tucholsky) und "Wanderung durchs Gebirg" (von Georg Büchner) und stimmte das Publikum damit auf die vier daran anschließenden Poetry-Slam-Gedichte ein. Performt wurden diese Werke von Anna Lena Jockel, Nick Leineweber, Sinem Cuvalli und Alina Pfeifer, wobei Letztgenannte für ihren Text mit dem Titel "Freiheit" den meisten Applaus einheimste.

Nicht weniger laut wurde es im Anschluss an die Auftritte von Dr. Fritz Renner und Raphael Monno sowie von Moritz Weg und Nico Hudel (zwei ehemalige WvO-Absolventen), die das TiPi-Zelt mit ihren jeweiligen Gitarren- bzw. Flügelhorn-Duetten zum Vibrieren brachten. Dr. Renner sorgte zudem mit seinem Soloauftritt, bei dem er das Lied "Howling at the Moon" von Sänger Milow intonierte, für schunkelnde Schaulustige.

Der heimliche Star des Abends war jedoch ein kleiner Mann mit einer großen Stimme: Louis Weber, Schüler der sechsten Klasse und zuvor bereits von Moderator Florian Kreuter damit angekündigt, dass die Mütter ihre Taschentücher bereithalten sollten, sang, begleitet von Ulrich Kögel am Keyboard, zunächst das Stück "Somewhere over the rainbow" und anschließend "Close every door" aus dem Musical "Josef" von Andrew Lloyd Webber. Mit zum Teil glockenhellen Tönen sorgte Weber somit für die ein oder andere Gänsehaut und reihte sich damit nahtlos in die Reihe der gelungenen Performances an diesem unterhaltsamen Abend ein.

©2017 Text: Nico Hartung, WvO
Fotos: Markus Hoffmann, WvO

Bildergalerie
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 Stimmungsvolle Atmosphäre im runden Spiegelzelt.
Das Moderationsduo Julia Nikesch und Florian Kreuter führte durch den Abend. 
Der Kurs Darstellendes Spiel diskutierte mögliche Urlaubsziele. 
Barbershop Music vom Feinsten: Nico Grebe, Armin Müller, Ulrich Kögel und Joachim Dreher (v.l.). 
Florian Broda erweckte mit einfühlsamer Stimme literarische Texte zum Leben. 
Raphael Monno (r.) und Dr. Friedrich Renner im Gitarren-Duett. 
Louis Weber (l.) – begleitet von Ulrich Kögel am Piano – beeindruckte mit Musical-Hits und brillanter Stimme.  
 Das Finale im Poetry-Slam: Es siegte Alina Pfeifer (2.v.l.).
Jazzige Performance von Nico Grebe (l.) und Armin Müller. 
Warme Flügelhornklänge mit sanftee Gitarre von "Cornu Guitar": Moritz Weg (l.) und Nico Hudel.
Das Publikum verfolgte gespannt und mit viel Begeisterung das bunte Programm.