Bundesliga-Profi Luca Waldschmidt besucht seine alte Schule

Erst selbst mitspielen, danach Rede und Antwort stehen und anschließend noch zahllose Autogramm- und Fotowünsche erfüllen: Fußball-Bundesliga-Profi Luca Waldschmidt hatte beim Besuch an der Wilhelm-von-Oranien-Schule Dillenburg (WvO) am Montag alle Hände voll zu tun.

Und war hinterher dennoch begeistert: "Das war eine tolle Veranstaltung und hat wirklich Spaß gemacht", erklärte der sympathische und bodenständige Angreifer von FußballBundesligist SC Freiburg, der im Mai 2017 bundesweite Aufmerksamkeit erlangt hatte, als er den Hamburger Sportverein mit seinem Kopfballtor vor dem ersten Bundesliga-Abstieg hatte bewahren können.

Waldschmidt, in Dillenburg-Frohnhausen aufgewachsen und einst selbst Schüler an der WvO, hatte sich auf Vermittlung seines ehemaligen Mitspielers Yannick Hardt, der kürzlich sein Lehramtspraktikum an der WvO absolviert hatte, an einem trainingsfreien Tag Zeit genommen, um seine alte Schule zu besuchen. Der 22-Jährige hatte sich zudem kurzerhand bereiterklärt, gemeinsam mit Hardt ein Training für die Nachwuchsfußballer des Dillenburger Gymnasiums zu leiten. So fanden sich am Montagmorgen zu Beginn der fünften Stunde pünktlich um 11.30 Uhr knapp 30 Kickerinnen und Kicker zusammen, die sich aus der Fußball-AG Mädchen von Stefan Heußner sowie der Fußball-AG Jungen von Nico Hartung zusammensetzten. Wer gedacht hatte, dass Waldschmidt dem Treiben der Schüler nur zuschauen würde, sah sich getäuscht: Der Profi mischte selbst tatkräftig mit und kam ordentlich ins Schwitzen.

Anschließend durften die Schüler Fragen stellen, die der Freiburger Youngster ebenso geduldig wie kurzweilig beantwortete. So erklärte Waldschmidt, nachdem er die Frage zu seinem "Hass-Lehrer von früher" geschickt umschifft hatte, mit einem Schmunzeln, dass er "in Sport natürlich immer ziemlich gut" gewesen sei und stattdessen mit "Kunst und Musik nicht so viel anfangen konnte". Der Linksfuß erzählte den Schülern auch von seinem persönlichen schulischen Werdegang: Weil die Belastung durch den Fußball nach seinem Wechsel von der TSG Wieseck zur Frankfurter Eintracht irgendwann zu groß geworden war, wechselte das Talent mit Beginn der Oberstufe auf ein Frankfurter Gymnasium, wo er sein Abitur ablegte. "Ich habe natürlich auch mal nicht so gute Noten gehabt, unter meiner letzten Matheklausur standen null Punkte", wie Waldschmidt lachend berichtete.

Beim anschließenden Signieren war der Mittelstürmer indes noch einmal mächtig gefordert: Seine Unterschrift zierte am Ende nicht nur die von ihm mitgebrachten Autogrammkarten, sondern auch diverse Handyhüllen, Hallenfußballschuhe oder gar Unterarme und -schenkel. Und einen Tipp, wie die WvO-Talente ihren Traum vom Profifußball vielleicht später auch einmal verwirklich können, hatte Waldschmidt auch noch parat: "Natürlich gehört da Ehrgeiz und harte Arbeit dazu, man muss schon auf einiges verzichten. Aber das Wichtigste ist der Spaß, dann kommt der Rest von alleine", so der Frohnhausener, ehe er rasch und mit einem Blick auf die anwesenden WvO-Lehrer schmunzelnd ergänzte: "Und natürlich müsst ihr auch in der Schule immer am Ball bleiben!"

©2018 Text & Fotos: Nico Hartung, WvO

Bildergalerie
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Gruppenfoto mit Luca Waldschmidt (links im Torrahmen) und den Kickern der WvOFußball- AGs, betreut von Nico Hartung (links neben Tor) und Stefan Heußner (rechts neben Tor). 
Selbstverständlich gab’s auch Autogrammkarten. 
Fragen der Schüler und Antworten des Bundesliga-Stars 
 Die Sportlehrer Andrea Stühler (l.) und Stefan Heußner (3.v.r.) dankten Luca Waldschmidt (2.v.l.) und Yannick Hardt (2.v.r.); daneben Schulleiter Martin Hinterlang (r.).
 
 Waldschmidt mischte kräftig mit im Training.