Das weiße Gold - hautnah

Besuch der 9. Klassen im Salzbergwerk Merkers

In ungewohnter Frühe trafen sich am Montagmorgen, dem 18. Juni, alle Klassen der 9. Jahrgangstufe. Um 7.00 Uhr ging die Fahrt in Richtung Salzbergwerk Merkers in Thüringen los. Drei bereitstehende Busse chauffierten die rund 120 Schüler und Schülerinnen in Begleitung ihrer Kurslehrer im Fach Chemie ca. zwei Stunden lang.

Nach der Ankunft wurden schließlich alle herzlich von führenden Salzbergwerk-Mitarbeitern begrüßt. Sowohl dem 9. Jahrgang als auch den Lehrern wurden die weiteren Vorgehensweisen erklärt. Bevor alle 120 Besucher das Bergwerk betreten durften, wurden sie in verschiedene Gruppen eingeteilt, da die Führung in Form einer Rundfahrt stattfindet und somit nur 30 Personen auf den dafür vorgesehenen LKWs passen. Zudem sind alle Besucher verpflichtet, die Jacken und die Helme zu tragen, die sie dort ausgehändigt bekommen.

Nachdem die Vorgehensweisen besprochen wurden, sind die Schüler und Schülerinnen mit einem Aufzug in das ca. 470 m tiefe Salzbergwerk gelangt. Hier wurden sie dann auf die Fahrzeuge aufgeteilt. Die Besichtigung wurde den Schülern und Fachlehrern in Form von verschiedenen Stationen veranschaulicht, wovon jede unterschiedlich tief unter Tage liegt, daher war es möglich, dass die Fahrten auch mal zehn Minuten oder länger dauerten. An der ersten Station wurden die Schüler mit einer Lasershow überrascht, diese entsteht anhand der Laser, die durch den dort aufgetretenen Salz-Nebel scheinen und somit ein unvergessliches 3D- Erlebnis präsentieren. Durch die zweite Station bekamen die Besucher den historischen Hintergrund anhand eines Filmes vermittelt, dieser zeigt die ersten Arbeiten an dem Salzbergwerk und dessen starke Veränderung in den letzten zehn Jahren. Anhand der dritten Station, die auch in Form eines Filmes präsentiert wird, bekommt man einen guten Einblick in das Leben als Arbeiter des Salzbergwerkes. Die faszinierendste und auch tiefliegendste Station von allen mit ca. 840 m unter Tage ist jedoch die noch unversehrte Salzgrotte, die unter Denkmalschutz steht und an der nichts verändert werden darf, auch hier gab es eine kleine Lasershow, die die Salzsteine zum Leuchten gebracht hat. Die Letze Station war das Museum, hier hatten die Schüler und Schülerinnen die Chance nochmal alle Fragen zu klären und sich im Original noch vorhandene Gegenstände der früheren Zeit anzusehen.

Nach dieser Station haben sich alle wieder auf den zweistündigen Weg nach Dillenburg gemacht und viele faszinierende Eindrücke mitgenommen.

©2018 Text: Pauline Péri und Emma Werner
Bilder: Cosima Scholl

Bildergalerie
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